2007-06-20

There and back again

Was blogge ich hier eigentlich? Was bringt mich dazu, mit dieser neuen Webtec als Medium anzufangen? Wieso steht relativ oft das Wort "Emerging Church" auf der Labelliste?

Nun, seit einiger Zeit jetzt schon ist da das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Mit mir, mit meinem Denken und Glauben, damit, wie ich Gemeinde und die Welt um mich herum wahrnehme und empfinde.

Irgendwie scheine ich bestimmte Dinge anders zu verstehen oder anders zu sehen als andere um mich herum. Oder ich verstehe manches einfach auch gar nicht mehr.

"Es passt nicht" - wäre wohl ein möglicher Ausdruck.

All that is gold does not glitter,
Not all those who wander are lost;

Vor kurzem wurde ich dann auf den Begriff Emerging Church aufmerksam gemacht und ich stelle fest, dass ich zwar nach diversen (wenn auch noch nicht umfangreichen) Lektüren in Buch-, PDF- und Blog-Form immer noch nicht so recht weiß, was ich mir darunter vorstellen soll oder was das für mich bedeuten wird.
Doch stoße ich dennoch überall irgendwie immer auf Sätze, Kommentare, Phrasen, die gewisse Stellen in mir anrühren. Dem oben genannten diffusen Gefühl irgendwie Worte zu geben scheinen.

Literatur, die ich lese, scheint so manches Eingesessene in meinem Denken oder dem Denken um mich herum in Frage zu stellen, oder teilweise sogar schon viel länger in Frage gestellt zu haben. Ist eigentlich richtig, was ich jetzt schon so lange einfach als richtig angesehen habe?
Handelt es sich um assimiliertes Gedankengut oder lediglich um immer wieder ausgespuckte Introjekte (*) ?
Was von dem Alten ist noch gültig? Was ist überholt? Was muss ersetzt werden?

The old that is strong does not wither,
Deep roots are not reached by the frost.

Wie passen Aussagen verschiedener Disziplinen zusammen, Wissenschaft, Gesellschaft, Kirche? Werden sie ein einheitliches Bild formen? Kann ich sie für mich unter einen Hut bringen?

Hier will ich mich nun auf eine Reise machen, in eine Landschaft, die mir einmal bekannter erschien als sie es im Moment zu sein scheint. Von hier nach dort, von da nach drüben. An manchen Orten vielleicht bleiben, von anderen weiterziehen. Nicht nur auf bekannten Straßen, sondern vielleicht auch mal quer durch die Wildnis.

Womöglich wird dieses Blog eine kleine Dokumentation dieser Reise. There and back again sozusagen.

From the ashes a fire shall be woken,
A light from the shadows shall spring;

Manche meiner Bekannten könnte dieser Eintrag erschrecken. Womöglich kommen sie auf die Idee, ich sei "vom Glauben abgefallen", vor allem weil ich mir vorgenommen habe, auch Gedanken zuzulassen, die sie nicht zulassen können.

Darum will ich zunächst einen Ausgangspunkt festlegen, von dem aus ich die Reise beginne. Einen Ausgangspunkt, den ich vor Kurzem auch in Frage gestellt habe, und dessen Hinterfragung ich prinzipiell auch weiter zulassen werde.
An dieser Stelle muss ich sagen: Ich weiss nicht. Doch ich vertraue darauf, dass
Gott existiert.

Mit diesem Vertrauen als Basis kann ich eine Reise antreten, in dem Wissen, dass er mich auf den Wegen durch diese Landschaft begleiten wird.

Renewed shall be blade that was broken,
The crownless again shall be king.




(*)
vgl. dazu die Theorie der Gestaltherapie

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