2007-10-09

Beziehung zu Gott

Viele wichtige Fragen stellt Matthias in seinen aktuellen Blogeinträgen.

Nun die Antwort die ich bis jetzt "gefunden" habe ist alles mit Gott zusammen zu machen. Doch wie soll das gehen? Wie spielt man mit Gott zusammen Computer, schreibt zusammen mit ihm einen Blog, guckt mit ihm gemeinsam fern, macht zusammen die Hausaufgaben oder geht mit ihn zusammen aufs Klo? Heißt das ich muss den ganzen Tag lang ununterbrochen beten? Muss ich gedanklich oder hörbar ununterbrochen quatschen? Wenn das die Lösung ist muss ich schlicht und einfach sagen "Das kann ich nicht" und überhaupt wann soll Gott denn dann reden?
Was mir als allererstes dazu einfällt ist: Herzlichen Glückwunsch!
Ich wünsche wirklich, dass mehr von unseren Jugendlichen anfangen, sich über ihren Glauben ernsthaft Gedanken zu machen und wagen, ihre Gedanken offen zu formulieren.

Und ich wünsche mir genauso, dass mehr alteingesessene Gemeindemitglieder diese Fragen und Gedanken wahrnehmen und den Jugendlichen helfen, Antworten zu finden.
Ja, Antworten zu finden. Nicht, einfach ihre Antworten zu geben, denn das sind zweierlei Dinge!

Die Jugendlichen müssen dazu angeleitet werden, ihre eigenen Kapitel in der großen Geschichte Gottes mit den Menschen zu schreiben, und nicht einfach nur weitere Paragraphen in dem hauptsächlich von uns vorgeschriebenen und vorstrukturieren Kapitel anzufügen.

Denn Letzteres führt entweder zur Ablehnung der gesamten Geschichte oder aber eben zu geistlicher Bulimie , bei der Unverdautes nur immer wieder erbrochen wird. Wesentlich dabei: Das Aufgenommene und Erbrochene erfährt keine strukturelle Veränderung. Es bleibt, wie es war, wird nicht assimiliert, nicht als Nahrung dem Kreislauf zugeführt, kann also auch nicht in Wachstumsprozessen verwertet werden.
Der Psychologie ist das Phänomen übrigens nicht unbekannt. Sie hat dafür den Begriff Introjektion .

Auch ich habe viele Fragen und zu wenig Antworten. Eine Frage dabei ist: Anleitung Antworten zu finden - wie sieht das aus? Wie kann das gehen?
Ich denke, dazu ist eine Menge Selbstreflexion nötig!